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Written by mehrwertfair

12. Januar 2011 at 18:26

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Neuer Stückkostentarif Kfz-Versicherung

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Sehr geehrte Damen und Herren,

heute erreichte mich die Nachricht über die Änderung unseres beliebten Stückkostentarifes für PKWs.

Die neuen Konditionen lauten wie folgt:

Bis 75 KW: 500,00 Euro brutto
Von 76 bis 130 KW: 750,00 Euro brutto
Ab 131 KW: 990,00 Euro brutto

Deckung: KH 100 Mio €, TK SB 300€, VK SB 500€

Annahmerichtlinien:

– Ausschließlich PKW bis zu einem Neuwert (Bruttolistenpreis ohne Nachlässe ) von 150.000€
– Keine Halter, Versicherungsnehmer oder Fahrer unter 23 Jahren, die das Fahrzeug nutzen
– Das Fahrzeug darf maximal 10 Jahre alt sein
– Zahlungsweise jährlich per Bankeinzug
– Keine Fahrzeugmarken wie z.B. Ferrari, Maserati, Porsche, AMG, etc…
– Kein rückwirkender Versicherungsschutz
– Keine schadenauffälligen Branchen (wie z. B. Dienstleistungsunternehmen wie Pizza Services, Pflegedienste, Kurier – und Fahrdienste, Taxi, usw.)

Für diesen Tarif benötigen Sie keine SF (umgangssprachlich „Prozente“ genannt), sondern Sie und Ihre Fahrzeuge müssen lediglich die o.g. Voraussetzungen erfüllen.

Kontakt:

kfz@multicontrol-holding.de
Tel: 089/ 89 41 30 50
Fax: 089/ 89 41 30 55
Mit freundlichen Empfehlungen
Wladimir Simonov

Written by mehrwertfair

29. November 2010 at 12:28

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OFFtopic: Hunter vs. Bear

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Social Media für Unternehmen – SO funktioniert virales Marketing!

Written by mehrwertfair

10. November 2010 at 11:09

Veröffentlicht in OFFtopic, Social Media

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GASTBEITRAG: Finanztest Titelstory Autoversicherung – veraltetes Muster ohne Wert

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Pünktlich zu Beginn der Wechselsaison erscheint Finanztest mit dem Titel Autoversicherung auf dem Novemberheft: Man hat in sechs Musterfällen 152 Autotarife von 70 Versicherungen getestet. Lesen Sie, warum Sie die 4,50 EUR für das Heft sparen können.
Das Testergebnis ist veraltet.
Am 1. Oktober kamen die neuen Regional- und Typklassen für alle Autos heraus, danach wechselt die Mehrzahl der Versicherungen noch bis Mitte November die Tarifwerke aus. Redaktionsschluss war am 1. September 2010 – mit moderner Vergleichssoftware kann man eine solche Titelstory an einem Tag verlässlich recherchieren und schreiben und hätte somit sechs Wochen später praktisch tagesaktuell titeln können.

Pikant: Seine Leser informiert Finanztest darüber, dass Versicherer erfahrungsgemäß noch bis Mitte November Ihre Konditionen ändern, dennoch verkauft man den durch das alte Zahlenmaterial faktisch wertlosen Artikel als Titelstory der Printausgabe!

Klartext: Trotz des Wissens um die Veralterung täuscht man eine aktuelle Titelstory vor!

Die Aussagefähigkeit der 6 Musterfälle geht gegen Null. Autoversicherungen haben in Haftpflicht / Teil- / Vollkasko 12/14/9 Regional- und 16/25/24 Typklassen sowie rund 50 preisbildende weiche Tarifmerkmale und rund 50 qualitative Unterschiede. Die Wahrscheinlichkeit, das eines der sechs Musterbeispiele passt, ist rechnerisch ähnlich wahrscheinlich wie der Sechser im Lotto.

Den Lesern verrät Finanztest weiter, dass man individuell günstige Tarife über die Analyse Autoversicherung der Stiftung Warentest findet.
Das nennen einige Abzocke, andere X-Selling: Erst das Heft kaufen, dann den Test.

Finanztest hat immer wieder gravierende Fehler und Fehleinschätzungen
Mitte des Jahres ist der von Finanztest empfohlene Autoversicherer INEAS in Insolvenz gegangen, zahlreiche Versicherte standen plötzlich ohne Versicherungsschutz da und haben so Geld verloren, mit Pech war nicht nur die Prämie weg, sondern auch der Versicherungsfall eingetreten ohne das es Geld von der Versicherung gab.

Solche Fehlleistungen sind kein Einzelfall. Zahlreiche Gerichtsurteile haben Finanztest immer wieder schwere fachliche Fehler attestiert, sogar ein ganzes Heft musste schon eingestampft werden. Das alles trotz der in Deutschland sehr weitgehenden Pressefreiheit.

Das Testergebnis für FINANZTEST muss folglich lauten: Ungenügend

Finanzmakler (Zivil- und Handelsmakler)
Michael A. Döring e.K.
Marschallstraße 47
45889 Gelsenkirchen
Registernummer D-XDVM-J3XX6-08
HR A 1603 Gelsenkirchen
FON: +49-209-899272
FAX: +49-209-899271
info@Finanzmakler-Doering.de
www.Finanzmakler-Doering.de

Finanzmakler (Zivil- und Handelsmakler)
Michael A. Döring e.K.

Berufsausübung gem. § 34 c GewO:
Darlehens-, Immobilien- und Kapitalanlagenmakler
Berufsausübung gem. § 34 d GewO:
Versicherungsmakler

Beteiligung des Vermittlers
Eine mittelbare und/oder unmittelbare Beteiligung des Vermittlers von über 10% an Stimmrechten und/oder Kapital der Versicherer/Konzerne besteht nicht.

Beteiligung der Versicherer
Eine mittelbare und/oder unmittelbare Beteiligung der Versicherer/Konzerne von über 10% an Stimmrechten und/oder Kapital des Vermittlers besteht nicht.

Person:
Geprüfter Finanz- und Wirtschaftberater (Bundesverband Finanzdienstleistungen 1993).

Seit 1996 selbständig als:
Finanzmakler (Finanzierungen, Kapitalanlagen und Versicherungen)
Finanzberater und Gutachter auf Honorarbasis.

bis 1995: Finanzberater bei einem unabhängigen Finanzdienstleister.
bis 1992: Dresdner Bank AG (Zentrale Frankfurt am Main).
bis 1991: Jurastudium in Würzburg.

Geboren am 29. April 1961

Written by mehrwertfair

9. November 2010 at 11:15

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GASTBEITRAG: Fonds und Garantien – ist das wie „Hund und Katz“?

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Die Antwort auf diese Frage ist ein klares NEIN. Grund: Hund und Katze können sich hervorragend verstehen, wenn sie als Jungtiere schon zusammen leben und sich aneinander gewöhnt haben. Die Begriffe Fonds und Garantie dagegen passen niemals zusammen. Auch wenn sie von vornherein von ihren Erfindern so vorgesehen sind und die schönen bunten Prospekte das Gegenteil versprechen. Das Ergebnis, dies zeigt die langjährige Erfahrung, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Anlage, welche über eine lange Dauer eine enttäuschende Rendite liefert. Immerhin kann man in der Regel davon ausgehen, dass man, zumindest vor Kosten, keine Verluste mit so einer Anlage erleidet. Das war’s dann aber auch schon. Eine Rendite, die höher ist als bei Bundesanleihen gleicher Laufzeit, ist bestenfalls ein glücklicher Zufall. Damit sind aber das ganze Konstrukt Fonds, die Fondsgesellschaft und das Fondsmanagement vollkommen überflüssig und das Geld nicht wert, welches sie in Form der Verwaltungsvergütung des Fonds vom Kunden erhalten haben. Hat der Kunde diesen Garantiefonds bei einer Sparkasse (Deka) oder Genossenschaftsbank (Union-Investment) erworben, hat er wahrscheinlich sogar einen Ausgabeaufschlag entrichten müssen, was den Zeiger endgültig zu Gunsten der Anlage in schlichten Bundesanleihen ausschlagen lässt.
Hier einige Beispiele für Garantiefonds, die nach diesem Muster für Ihre Anleger zur Enttäuschung wurden:

  • UniGarant: Global Titans 50 (2011) (WKN A0D8JQ), ca. 1,7% Rendite seit April 2005
  • Deka-Best of Garant 10/2013 (WKN DK0A2M), ca. 2,3% Rendite seit November 2006
  • cominvest Garant Dynamic (WKN A0JMK0), ca. –6,2% Rendite seit August 2006

Die Fonds aus den Häusern Deka und Union sind klassische Beispiele für das beschriebene Phänomen. Beide Fonds haben keine Chance mehr, bis zum Ende ihrer Laufzeit wenigstens die Rendite von Staatsanleihen vergleichbarer Laufzeit zu erreichen. Der Fonds von cominvest verfolgt eine andere Idee, belegt aber ebenso deutlich, dass Garantie und Fonds nicht zusammen passen.

Warum ist das so? Warum führen Garantien bei Fonds offenbar automatisch zu schlechten Ergebnissen?
Schauen wir uns erst einmal an, was ein Fonds (übrigens auch in der Einzahl bitte immer mit „s“ am Ende schreiben. Wer das kann, gilt in Deutschland schon fast als Fondsexperte!) eigentlich ist. Ein Fonds ist ein Sammeltopf für Geld, welches in einem definierten Bereich angelegt werden soll. Dadurch, dass viele Leute kleine Beträge in diesen Topf einzahlen, kommt ein großer Betrag zusammen, welcher dann vernünftig in den gewünschten Bereich investiert werden kann.
Warum braucht man große Beträge, um vernünftig investieren zu können?
Nehmen wir als Beispiel den Wunsch, Geld in große europäische Unternehmen zu investieren, wie sie im Index „Euro Stoxx 50®“ zusammengefasst sind. Kauft man von jedem dort beinhalteten Unternehmen jeweils eine Aktie, muss man (Stand Oktober 2010) ca. 2.000 Euro investieren. Allerdings liegen die Preise für eine Aktie jeweils zwischen gut einem Euro und mehr als 150 Euro. Man würde also einen größeren Teil seines Geldes in das „teurere“ Unternehmen investieren, wodurch das Risiko der Anlage erheblich steigen würde, weil das Geld nicht gleichmäßig über alles Aktien verteilt ist. Man würde aufgrund dessen versuchen, in alle Aktien gleich viel Geld zu investieren, um das Risiko der Anlage zu begrenzen. Man müsste also von der „billigen“ Aktie rund 150 Stück kaufen, um den Preisunterschied auszugleichen.
Was mache ich aber mit Aktien, die z.B. 12,- oder 22,- 130,80 Euro kosten? Halbe oder viertel Aktien gibt es nicht. Immer nur ganze. Man müsste also das „kleinste gemeinsame Vielfache“ (KGV) aller 50 Aktienkurse bilden und von jedem Unternehmen Aktien für genau diesen Betrag kaufen. Es wird schnell klar, dass dieser Betrag sehr viel größer wird, als die zuvor genannten 2.000 Euro. Nehmen wir nur einmal die zwei „teuersten“ Aktien aus diesem Index auf Basis der Kurse vom 20.10.2010. Das sind Unibail Rodamo SE für rund 153,- Euro pro Aktie und LVMH MOËT HENN. L. VUITTON SA … für rund 110,- Euro pro Aktie. Das KGV nur dieser beiden Werte liegt bei 16.830. Man müsste also mindestens Aktien im Wert von 16.830,- Euro von jeder 50 im Index befindlichen Aktien kaufen. Damit kommen schon 841.500,- Euro Mindestanlagebetrag zusammen. Da nicht jede der anderen 48 Aktien in diesen Wert reinpassen wird, wird es sicher noch viel mehr. Und weil die Welt sich immer weiter dreht, muss das Ganze jeden Tag angepasst und neu berechnet werden, da sich die Kurse der einzelnen Aktien sehr unterschiedlich entwickeln. Das ist nun wirklich nichts für den normalen Privatanleger. Und genau hierfür sind Fonds gedacht. Es wird ein Anlagebetrag zusammengesammelt, mit welchem man sinnvoll in die genannten Aktien investieren kann und ein Fondsmanager kümmert sich täglich darum. Als Anleger kann ich täglich entscheiden, ob und wie hoch ich in diesem Fonds investiert sein möchte.
Ein Fonds gibt mir also die Möglichkeit, mit kleinen Beträgen wie ein Großanleger an den Kapitalmärkten zu agieren. Mit allen Chancen und Risiken.

Einschub:
Die Profis unter den Lesern werden sich nun beschweren, dass meine Schilderung des Investmentprozesses ungenau ist und der Kapitalmarkt Mittel bietet, um nicht das KGV aller Werte eines Index kaufen zu müssen, um diesen abzubilden.
Stimmt. Es geht hier auch nur um das ganz grobe Prinzip. Und die genannten Mittelchen aus der Zaubertruhe des Portfoliomanagements sind letztlich für den Privatanleger auch nicht wirklich geeignet.

Das Prinzip des Garantiefonds
Wie ein Fonds sich entwickelt, wie stark er schwankt, ob er Gewinne oder Verluste produziert, hängt zu 100% davon ab, was im Fonds drin ist (die Kosten lassen wir hier mal bewusst bei Seite).
Jeder psychisch gesunde Anleger möchte gerne die Gewinne haben, will aber die Verluste möglichst vermeiden. Genau in diese Richtung gehen die Versprechen der Garantiefonds.
Aber wie soll das funktionieren? Ich habe diesen Prozess am Beispiel eines Garantiefonds der Union-Investment hier erläutert.
Es wird der größte Teil des Geldes sicher und festverzinslich angelegt, um die Garantie abzubilden. Werden bspw. 80% des angelegten Kapitals angelegt, um die Garantie zu sichern, können noch 20% in renditebringende Anlagen investiert werden. Man spricht hier auch gerne vom „Risikobudget“. Weil Rendite nur dadurch erzielt werden kann, dass man ein Risiko eingeht. Schon hier wird deutlich, dass das mit der Rendite nicht so toll werden kann. Wird das Risikobudget z.B. in einen Aktienindex wie den Euro Stoxx 50® investiert und dieser gewinnt in einem guten Aktienjahr 25%, dann wirken diese 25% nur auf die 20% meines Kapitals, welche im Risikobudget liegen. (Der Rest muss ja die Zinsen für die Garantie erarbeiten.) Also erziele ich in so einem sehr guten Aktienjahr insgesamt fünf Prozent mit meiner Anlage. Man kann viele Flaschen guten Rotwein mit der Wette darauf gewinnen, dass der Anleger sich hiervon mehr versprochen hat… .
Aber keine Sorge, es kommt noch schlimmer. Natürlich wissen auch die Experten bei den Fondsgesellschaften, dass sie mit so einer Renditeaussicht niemanden hinter dem Ofen hervorlocken können. Also wird in die Trickkiste der Finanzprofis gegriffen und die Gewinnchance wird durch den Einsatz von Derivaten (z.B. Optionen) gehebelt. Das bedeutet, dass ich mit 100 Euro Einsatz z.B. genauso viel verdienen kann, wie normalerweise mit 500. Dies wäre „ein Hebel von fünf“, weil er den Gewinn ggf. verfünffacht.
Weil aber nichts auf dieser Welt umsonst ist, kostet das etwas. Es erhöht das Risiko des Anlegers. Denn es gilt immer und überall: Um eine Renditechance zu bekommen, muss ich mit Risiko bezahlen.
Da auch die Profis bei den Fondsgesellschaften nicht wissen, was als nächstes an der Börse passiert, können sie etwaige Verluste beim Risikobudget nicht vermeiden. Wird das Risikobudget durch Verluste immer kleiner, sinkt natürlich auch die Rendite, die damit für die gesamte Anlage erzielt werden kann. Eine schlechte Börsenphase wie 2007 und 2008 mit mehr als 50% Verlust an den Aktienmärkte halbiert das zur Verfügung stehende Risikobudget. Durch den Einsatz von Derivaten können die Verluste noch höher ausfallen. In der folgenden Börsenerholung wäre der Renditebeitrag für den Fonds dann entsprechend noch kleiner.
In Fällen, in welchen das Risikobudget nahezu ganz „verbraucht“ ist, spricht man vom „Cash Lock“. Das bedeutet, dass der Fonds nur seinen Garantiebetrag erbringen kann, aber nicht mehr mit einer zusätzlichen Rendite zu rechnen ist. Je länger die verbleibende Laufzeit der Strategie ist, umso dramatischer ist dies für den Anleger, da sein Geld bis dahin nur faul in der Ecke herumliegt und nicht mehr für ihn arbeiten kann.
Wie immer ist die Finanzwelt natürlich viel komplizierter, als ich es hier beschrieben habe. Aber für das Verständnis der grundsätzlichen Zusammenhänge dürften diese Erläuterungen ausreichen. Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, kann sich gerne mit dem Thema CPPI beschäftigen. Dieses Prinzip bildet die grundsätzliche Basis für die fast alle Garantiefonds.

Der Faktor Mensch
Was für den Anleger in der Praxis noch erschwerend hinzukommt, ist der Zeitpunkt, an welchem solche Fonds ver- bzw. gekauft werden.
Wann ist das subjektive Sicherheitsbedürfnis der Anleger am höchsten?
Immer dann, wenn die Angst den Markt beherrscht. Das ist meist nach einer längeren Phase mit deutlichen Verlusten an den Kapitalmärkten. Die Angst überfällt den Anleger ja nicht bei den ersten Schwächeanzeichen am Ende einer deutlichen Aufwärtsperiode. Hier bestimmt die Gier noch das Handeln. Der Mensch –und damit leider auch viele Profis am Kapitalmarkt- läuft mit seinem Gefühlsleben der Börsenrealität immer ein gutes Stück hinterher. So kommt es, dass Anleger von allem, was mit einem Risiko behaftet ist, die Schnauze voll haben, wenn deutliche Verluste bereits in den Büchern stehen. Dann schlägt die Stunde von Anlageformen, welche ein hohes Maß an Sicherheit versprechen. Die enttäuschenden Aktien werden frustriert verkauft (und damit Verluste realisiert) und das verbliebene Restkapital wird in sichere Anlageformen gepackt, womit die Verluste einbetoniert werden.
Menschlich? Ja. Aber auch ziemlich bescheuert, oder? Fragt man einen psychisch gesunden Menschen ab mittlerer Intelligenz, wie man an den Börsen grundsätzlich Geld verdienen kann, wird er etwas antworten, was sinngemäß so klingt: „Billig kaufen und teuer verkaufen“. Logisch oder?
Aber Menschen handeln in Wirklichkeit sehr selten logisch und schon gar nicht an der Börse, wie unser Beispiel oben beschreibt. Logisch wäre es gewesen, nach zwei, drei guten Börsenjahren auszusteigen, sich über die Gewinne zu freuen und diese zu sichern. Von mir aus auch mit einem Garantiefonds. Denn wann gilt es denn etwas anzusichern? Doch solange ich noch etwas habe. Aber hier siegt die so wenig logische Gier über jede Vernunft. Die Angst, weitere mögliche Gewinne zu verpassen ist meist viel größer, als diejenige vor heftigen Verlusten. Zumindest in guten Börsenphasen…. .
Was passiert ist also, dass der normale Privatanleger, auch wenn er psychisch völlig gesund ist, nicht nach tollen Gewinnen an der Börse aussteigt. Viele steigen absurderweise hier sogar erst ein. Er nimmt die Abschwungphase meist voll mit und hat dann den großen Katzenjammer. Und wenn die Stimmung beim Anleger und an den Kapitalmärkten so schlecht ist, dass es keine negativen Überraschungen mehr geben kann (also dann, wenn nur logisch denkende Menschen einsteigen würden) haut er enttäuscht alles raus und will ab jetzt nur noch sichere Anlagen. Da Sicherheit aber den Verzicht auf Renditechancen bedeutet, sichert er damit vor allem eines: seine Verluste.
(Das ist ungefähr so, wie wenn sie eine Feuerversicherung abschließen, nachdem Ihr Haus abgebrannt ist…. .)
Und da kommt so ein Garantiefonds gerade recht, der ja sogar die Chance suggeriert, trotz aller Sicherheit vom nächsten Aufschwung an den Börsen profitieren zu können. Und wenn man nach dem nächsten Aufschwung rechtzeitig rausgehen würde, würde das ja auch funktionieren. Aber erstens macht das keiner und der nächste Crash (=Cash Lock) kommt bestimmt und zweitens wäre man dann mit einem richtigen Aktienfonds besser bedient gewesen.
Und was machen die Banken? Die Banken bieten ihren Kunden das, was diese am meisten wollen und was sich am leichtesten verkaufen lässt. Sind die Börsen auf einem Hoch, werden Aktienfonds unter die Leute gebracht (=teuer kaufen), weil die Kunden es so wollen. Ist die Stimmung wegen den Verlusten dann schlecht, sind Garantieprodukte im Angebot (=billig verkaufen). Die Kunden wollen es ja so.
Beratung? Von einer Bank? So eine, „die auch Paul versteht“? Ja klar. Und am Sonntag gehen wir mit unseren Kindern in den Wald und suchen das Lebkuchenhaus, oder?

Fazit:
Fonds und Garantie, das passt einfach nicht zusammen. Nicht in Form einzelner Fonds und schon gar nie nicht in Versicherungs- oder Riesterprodukten und ähnlichem. Je länger so eine Strategie laufen soll, umso weniger wahrscheinlich ist ihr Funktionieren.
Herr Simonov hat dies in seinem Beitrag zu den Riester-Fondssparplänen ja eindrücklich dargestellt. Weitere Beispiele hierfür sind:

Sind diese Produkte für den Anleger also völlig sinnfrei? Vielleicht nicht ganz. Heben Sie sich doch einfach mal ein bisschen Geld, welches für Aktieninvestments gedacht ist, auf. Und beobachten Sie die Angebote der Banken. Wenn Garantiefonds (besonders bei den Volksbanken) wieder heftig beworben werden ist es an der Zeit, dieses Geld langsam zu investieren. Vielleicht aufgeteilt auf zehn oder zwölf Monate in Form eines Sparplanes in einen Aktienfonds? Das läuft mit ziemlicher Sicherheit auf „billig kaufen“ hinaus.
Dann aber nicht vergessen, den Aktienfonds konsequent zu verkaufen, wenn die Banken wieder intensiv Aktienfonds bewerben. Dann sind wir beim „teuer verkaufen“. Willkommen in der Welt des antizyklischen Handelns! Und ihren Kollegen am Stammtisch können Sie ja sagen, sie richten ihre Strategie nach dem Bankenwerbung-Kontraindikator aus. Klingt doch toll und macht riesig Eindruck. Nur eines werden sie dann nicht können: Mit allen anderen über die schlimmen Verluste klagen….. .
Aber auch hier dran denken: Nicht alles auf diese eine Strategie setzen. Das wird nicht immer funktionieren. Also weiter Ideen sammeln… Viel Erfolg!

 

Über den Autor:

Kai Sperling war seit Ende der Achtziger Jahre in verschiedenen Funktionen in der Finanzbranche aktiv. Nach der „Lehrzeit“ bei Deutschlands größtem Strukturvertrieb für Finanzdienstleistungen verbrachte er rund zehn Jahre in der „Kundenberatung“ für unterschiedliche Banken und Versicherer. 1999 wechselte er auf die Seite der Produktanbieter und war seitdem als Vertriebsleiter / -direktor für verschiedene Kapitalanlagegesellschaften in den Segmenten Banken, Vermögensverwalter und freie Finanzdienstleister tätig.
Zu Beginn diesen Jahres hat Sperling seine professionellen Aktivitäten in der Finanzbranche beendet und ist nun als Geschäftsführer im eigenen IT-Systemhaus tätig. Die hierdurch gewonnene Unabhängigkeit nutzt er, um mit seinem Blog Finanzdeutsch.de das komplizierte Geschehen in der Finanzwelt für den „Normalmenschen“ auf leicht lesbare Art und Weise etwas verständlicher und nachvollziehbarer zu machen.

Written by mehrwertfair

29. Oktober 2010 at 14:14

Schnäpp(s)chen PKV

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Sehr geehrte Damen und Herren,

die Tage erreichte mich der Newsletter eines großen Vergleichsportals mit dem folgenden Aufmacher:


Auch wenn es sowas am Markt geben sollte – und das sogar bei einer der aufgeführten Versicherungsgesellschaften – ist es möglich, zu diesem Preis ein Leben lang versichert zu sein?

In einigen der vorherigen Artikel habe ich schon einen kleinen Einblick in die Kalkulation der privaten Krankenversicherer gegeben. Die Beiträge waren aber eher allgemein gehalten und was für „Fortgeschrittene“ – hier kommt nun ein Beitrag für alle Wissenstände!  😉

Ein jeder Versicherte verursacht in seinem Leben der privaten Krankenversicherung durchschnittlich Kosten i.H.v 200.000€ – 300.000€. Da die PKV diese Kosten auch mindestens an Beiträgen einnehmen muss, ergibt sich eine recht einfache Berechnung: Ihr Beitrag zzgl. Selbstbeteiligung x Restlebenserwartung muss diesen Kosten in etwa entsprechen.

Je nach Jahrgang gehen die Versicherer HEUTE (gem. Sterbetafel PKV 2007) davon aus, dass Männer rund 83,5 Jahre und Frauen rund 87 Jahre alt werden. Nehmen wir nun den Beispielfall 59€ Beitrag monatlich und rechnen mal!

Beispielbeitrag von 59€ gilt für:

20jährigen Mann: 59€ x 12 x 63,5  = 44.958€
-> notwendige SB wäre somit: (200.000€ – 44.958€) / 63,5 = 2.441,60 € p.a.
20jährige Frau: 59€ x 12 x 67 = 47.436€
-> notwendige SB wäre somit: (200.000€ – 47.436) / 67 = 2.277,07 € p.a.

30jährigen Mann: 59€ x 12 x 53,5 =37.878€
-> notwendige SB wäre somit: (200.000€ – 37.878€) / 53,5 = 3.030,32 € p.a.
30jährige Frau: 59€ x 12 x 57 = 40.356€
-> notwendige SB wäre somit: (200.000€ – 40.356€) / 57 =2.800,77 € p.a.

40jährigen Mann: 59€ x 12 x 43,5 =30.798€
-> notwendige SB wäre somit: (200.000€ – 30.798€) / 43,5 = 3.889,70 € p.a.
40jährige Frau: 59€ x 12 x 47 = 33.276€
-> notwendige SB wäre somit: (200.000€ – 33.276€) / 47 = 3.547.32 € p.a.

Was wäre denn, wenn es keine Selbstbeteiligung gäbe oder wenn der Tarif keine oder eine niedrigere vorsieht? Ganz einfach – Sie als Kunde zahlen im Laufe Ihres Lebens den Unterschied zwischen Ihrem jetzigen Beitrag und dem Soll-Beitrag nach… 🙂

PS: NATÜRLICH hängen die Gesamtkosten in der Realität maßgeblich von dem jeweiligen Leistungsniveau des PKV-Tarifes ab und NATÜRLICH ist das hier keine fundierte, wissenschaftliche Berechnung… Es vermittelt Ihnen aber hoffentlich ein Gefühl für den „realistischen“ Preis einer PKV!

Mit freundlichen Empfehlungen
Wladimir Simonov

Written by mehrwertfair

22. Oktober 2010 at 09:35

Geschützt: Riester-Fondssparplan – schön(nach)gerechnet

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